Eine ständige Herausforderung

Gerd_GlaeskeEvidenz und Effizienz der Heilmittelversorgung

Die Versorgungsforschung belegt immer wieder Mängel in der bedarfsgerechten Heilmittelversorgung. Das Beispiel Schlaganfall zeigt, dass die aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisse zu physio-, ergotherapeutischen und logopädischen Maßnahmen in den Rahmenbedingungen nicht umgesetzt sind. So finden sich bei den Regelungen des Heilmittelkatalogs zur Therapie des Hirninfarkts – gemessen an wissenschaftlichen Erkenntnissen und Leitlinien – in allen Leistungsbereichen Mängel bezüglich der Wahl der Therapie, der Frequenz und der gesamten Verordnungsmenge. Aber auch die Vorgaben des verbindlichen Heilmittelkatalogs werden in der Versorgung nur unzureichend umgesetzt.
Wie lässt sich die Heilmittelversorgung bedarfsgerechter gestalten? Das beste Rezept ist die Qualifikation der Therapeutinnen und Therapeuten sowie Therapieentscheidungen auf der Basis der vorliegenden Evidenz. Leider sind die nötigen Informationen nicht immer so einfach zugänglich, wie man sich dies in der Praxis wünschen würde.
Hier will das vorliegende heilmittel telegramm Abhilfe schaffen: Es präsentiert einschlägige Studien und berichtet über Ergebnisse der Versorgungsforschung. Ein gutes Angebot, um mehr über Evidenz und Effizienz in der Heilmittelversorgung zu erfahren.

Prof. Dr. Gerd Glaeske,
Zentrum für Sozialpolitik (ZeS), Universität Bremen